Das freie Wort

Mercosur – wie bestellt, so geliefert

Mit wachsender Empörung musste ich den Bericht über tonnenweise hormonbelastetes Rindfleisch aus Brasilien lesen. Wieder einmal zeigt sich, was viele Bürger längst befürchtet haben: Während unsere europäischen Bauern unter immer strengeren Auflagen, Kontrollen und Bürokratie fast zusammenbrechen, gelangen offenbar Produkte in die EU, die genau diese Standards nicht erfüllen. Und trotzdem wurde das Mercosur-Abkommen von der EU mit aller Kraft vorangetrieben – gegen massive Warnungen von Landwirtschaft, Verbraucherschützern und vielen Bürgern. Man hat dieses Abkommen offenbar unbedingt durchpeitschen wollen, koste es Vertrauen, Lebensmittelsicherheit oder heimische Betriebe, was es wolle. Jetzt stehen wir vor den ersten Konsequenzen. Wenn bereits vor vollständiger Umsetzung hormonbelastetes Fleisch entdeckt wird, stellt sich eine einfache Frage: Wie soll das erst aussehen, wenn die Importmengen weiter steigen? Die EU verspricht strenge Kontrollen – doch der aktuelle Skandal zeigt, dass diese entweder versagen oder gar nicht ausreichend möglich sind. Am Ende tragen Konsumenten das Risiko, während europäische Bauern unfairer Konkurrenz ausgesetzt werden. Das ist kein Einzelfall. Das ist ein Vorgeschmack auf das, was uns noch erwartet. Wer Freihandel über Gesundheit, Transparenz und gleiche Standards stellt, verspielt das Vertrauen der Bevölkerung. Die Bürger haben ein Recht auf sichere Lebensmittel und faire Bedingungen – nicht auf politische Prestigeprojekte, deren Folgen sie ausbaden müssen.

Horst W. Fischer, Krems

Erschienen am So, 1.3.2026

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