Die Leserbriefschreiberin aus Hollabrunn bringt den sorglosen Umgang mit unseren Gesundheitsdaten auf den Punkt: „Praktisch, da kann unser Einkaufsverhalten gleich automatisch auf ELGA gespeichert werden, damit mein Arzt weiß, dass ich mich ungesund ernähre.“ Frau Ederer hat leider recht: Was Billa mit uns Senioren aufführt, hat Vorbildcharakter. Das stets gezückte Smartphone wird zur Überlebensfrage. Die bekannte jö-Karte ist nur noch als jö-App verfügbar, auch wenn der Seniorenbund-Chefin Ingrid Korosec zugesichert wird, vorerst genüge es noch, die jö-Plastikkarte hinzuhalten. Bei Einführung der Gesundheitsakte ELGA wurde uns gefühlt millionenfach Datensicherheit versprochen. Vergeblich! Inzwischen geht es in Gesundheitsfabriken wie den Primärversorgungszentren (PVZ) und den Spitalsambulanzen primär darum, unsere Angaben möglichst schnell ins System einzutippen. Die Vertraulichkeit des Verhältnisses zwischen Arzt und Patient ist Geschichte. Eine Unzahl von elektronischen Spielereien stiehlt unseren Medizinern genau jene Zeit, welche sie für Patientengespräche benötigen würden. Nach Billa-Vorbild wird nun auch der Gesundheitssektor vom App-Zwang erfasst. Bald werden wir Senioren ähnlich ferngesteuert herumlaufen wie die Jungen: Unser Smartphone fest umklammert, ständig auf die Bildfläche starrend. Beim Eintritt ins PVZ, ins Spital oder in die Apotheke geht es zukünftig für uns Pensionisten nur noch darum, die richtige App in kürzester Zeit antippen zu können.
Dr. Wolfgang Geppert, Wien
Erschienen am Sa, 5.7.2025
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