Bruno Haberzettl versucht, dem traurigen Kapitel der explodierenden Kinderkriminalität eine humorvolle Note zu verpassen. Vergeblich! Die Realität gibt dazu keinen Anlass, denn Straftaten von unter Vierzehnjährigen sind in den vergangenen zehn Jahren um 70% gestiegen. Auch bei Gruppenvergewaltigungen, Messerstechereien oder Raubüberfällen sind Zwölf- und Dreizehnjährige allgegenwärtig. Sie ungeschoren davonkommen zu lassen, widerspricht jedem Rechtsempfinden. Noch wehrt sich die Dreierkoalition gegen die Absenkung der Strafmündigkeit. Die beschwichtigenden Politiker leben in einer Scheinwelt. Nur weil sie selbst von den Schandtaten Unmündiger bisher verschont geblieben sind, verweigern sie gesetzliche Verschärfungen.
Dr. Wolfgang Geppert, Wien
Erschienen am Di, 20.5.2025
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