Kaum hatte Bundeskanzler Nehammer die Definition, Förderung und Durchsetzung einer österreichischen Leitkultur durch die ÖVP angekündigt, wurde dieses Vorhaben von den anderen Parteien reflexartig kritisiert. Das ist ein untrügliches Zeichen, dass sich die politische Konkurrenz davor fürchtet. Denn man weiß, dass die Bevölkerung diese Initiative mehrheitlich gutheißen wird. Wegen der Zunahme islamistisch beeinflusster Aktivitäten und Parallelgesellschaften ist diese Aktion sogar dringend notwendig. Eigentlich wären die Kirchen dafür zuständig, Immigranten aus fremden Ländern mit dem Christentum eine neue kulturelle Heimat zu geben. Doch sie versagen bei dieser Aufgabe völlig. Zerrissen zwischen Konservativen und Reformern sind sie damit beschäftigt, ihre internen Probleme bestmöglich zu bewältigen. Um die Einwanderer kümmert man sich nicht. Daher ist es richtig, dass die ÖVP diese offensichtliche Lücke füllen will. Die Inhalte dieser Leitkultur zu definieren wird allerdings eine schwierige Aufgabe, denn die Formulierungen sollen klar genug, aber nicht zu eng gefasst werden. Gelingt dies?
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