Wenn man dieses Thema in der Wirtschaftsliteratur sucht, wird man nicht viel finden. Mit Ausnahme vielleicht von „Fairtrade“-Kaffee oder Gütesiegeln, die garantieren, dass es in der jeweiligen Baumwollproduktion keine Kinderarbeit gibt. Es ist auch sinnvoll, wenn der Kunde weiß, was er kauft, unter welchen Bedingungen es hergestellt wurde und woher es kommt. Etwas komplexer wird es, wenn man einen laufenden Milliardenvertrag für Gaslieferungen aus moralischen Gründen vorzeitig beenden will. Hier geht es ja nicht um prekäre Arbeitsbedingungen in der Produktion, sondern um willkürliches Framing: Das russische Gas ist mit Februar 2022 schlecht geworden. Das geht sogar so weit, dass Tausende Kilometer herangekarrtes und teureres LNG-Fracking-Gas aus den USA plötzlich okay ist. Sachlich bzw. wirtschaftspolitisch argumentieren kann man das jedenfalls nicht. Man muss halt dran glauben, dass man eh das Richtige tut.
Toni Matosic, Wien
Erschienen am Do, 15.2.2024
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