In Zukunft sollen Asylwerber zur Eigenversorgung eine Karte bekommen, mit der sie nicht nur besser kontrolliert werden können, sondern auch ihren Lebensunterhalt bestreiten sollen. Ich bezahle auch vieles mit Karte, aber es ist meine Entscheidung. Was mich stört, ist die Scheinheiligkeit, mit der die Politik das Vorhaben begründet. Geldfluss ins Ausland verhindern! Wie kann ein Asylwerber, der (seit 2015 üblich) 40 Euro Taschengeld und Essensgeld von 7 Euro am Tag bekommt, noch Geld ins Ausland verschieben? Sind es nicht ganz andere, die das ungeniert in rauen Mengen machen? Glauben wir wirklich, dass das die Zuwanderung reduziert? Mittlerweile wissen wir doch, dass besonders Jugendliche Gefahr laufen, in die Hände von Kriminellen zu geraten, um zu ein paar Euro mehr zu kommen. Nicht die verpflichtende Arbeit für Asylwerber für sehr geringen Lohn, sondern endlich eine Arbeitserlaubnis müsste geschaffen werden. Aber das wäre wieder ein weiteres Thema für einen Leserbrief!
Ulrike Träxler, Salzburg
Erschienen am Mo, 5.2.2024
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