Es gibt keine Rechtfertigung für ein derart brutales Vorgehen der Hamas und den Tod Hunderter Zivilisten im Israel-Palästina-Konflikt. Neben dem Entsetzen und der Verurteilung dieser Aggression sollte aber auch die nahe und jahrelange Geschichte dieses schrecklichen Konfliktes betrachtet werden. Nicht als Entschuldigung für das Vorgehen, sondern zum besseren Verständnis und um vielleicht Lehren daraus zu ziehen. Den Konflikt und das Aggressionspotenzial gibt es wohl, seit es den Staat Israel gibt. Beinahe ebenso lange bemühen sich europäische und andere Staaten, für die Region eine akzeptable Zweistaatenlösung herbeizuführen. Dies wurde von nationalistischen Organisationen und Parteien beider Seiten konsequent boykottiert. In den vergangenen Jahren wurden von der Seite Israels die Siedlungen immer weiter auf palästinensisches Gebiet ausgeweitet und die Menschen im Gazastreifen gedemütigt. Mit ein Grund, warum die Spirale der Gewalt nun eskaliert ist und das Pulverfass zum Explodieren gebracht wurde. Ganz allgemein zeigt es, dass politische Gewalt immer Gegengewalt auslöst. So wie das leider auch an anderen Orten der Welt zu beobachten ist.
Richard Geisler, Asperhofen
Erschienen am Mi, 11.10.2023
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