Dass nach dem jahrelangen ,,Aushungern“ des Gaza-Streifens durch Israel irgendwann ein mörderischer Racheakt der Hamas folgt, war vermutlich den meisten Israelis klar. Doch von einer derartig brutalen Wucht des Terrors durch Tausende Raketenangriffe wurde offensichtlich sogar der israelische Geheimdienst überrascht. Verständlicherweise lösen der Tod von mehreren hundert Menschen und zahlreichen Geiselnahmen und maßlos zerbombte Gebäude in Israel und rund um die Erde Trauer in ungeahntem Maße aus. Doch liegt es auch in der Natur der Sache, dass sich die Palästinenser über ihren ,,Etappensieg“ freuen, ohne an den unausweichlichen grausamen Gegenschlag von Israels Seite zu denken. Aber am Rande des Geschehens findet ebenfalls ein Trauerspiel der Extraklasse in der ,,liebenswertesten Stadt der Welt“ statt, wo propalästinensische Aktivisten aus sicherer Entfernung auf den Straßen Wiens einen derartigen Massenmord öffentlich frenetisch feiern dürfen und außer ein paar kritischen Wortspenden von einigen Politikern in den Medien nichts zu befürchten haben. Hier wäre zumindest eine Entschuldigung Van der Bellens an den israelischen Premier Netanyahu überfällig.
Josef Pratsch, Angern
Erschienen am Mi, 11.10.2023
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