Verfolgt man die fast täglich notwendigen Rettungsaktionen in unserer Bergwelt, bleibt nur noch Unverständnis über die Ignoranz, mit welcher viele Menschen in der Alpenwelt unterwegs sind. Ungenügende Ausrüstung, fehlende Kondition, unbeachtete Wetterwarnungen und mangelnde Tourenplanung bringen immer mehr Bergwanderer in Not. Seit Jahresbeginn mussten über 500 (!) in Bergnot geratene Bergsteiger, Wanderer und Freizeitsportler per Helikopter gerettet werden. Dazu kommen noch unzählige Einsätze durch ehrenamtliche Bergretter, die oft ihr eigenes Leben riskieren, um waghalsige Menschen aus lebensgefährlichen Situationen zu retten. „Familie mit Kindern auf gesperrtem Weg unterwegs“, „Schlapfen und Sneakers statt Bergschuhen“, „Mangelnde Tourenplanung“, „Retter im Dauereinsatz“, so lauten die Schlagzeilen über Rettungseinsätze, um Leichtsinnigen zu helfen. Was denken sich Menschen, wenn sie ohne entsprechende Vorbereitung zu Touren in die Berge aufbrechen? Dass die Bergungskosten nach der Rettung von oft aufwendigen Rettungsaktionen verrechnet werden, sollte selbstverständlich sein. Aufgrund der Situation in den Mittelmeerländern ist zu erwarten, dass zunehmend mehr Urlauber in unserer heimischen Bergwelt unterwegs sein werden. Es ist zu befürchten, dass der „Alpenwahnsinn“ noch weiter eskalieren wird und leichtsinnige Bergbegeisterte nur dadurch zum Nachdenken gebracht werden, wenn von ihnen auch die vollen Kosten für Rettungseinsätze zu zahlen sind.
Mag. Hans Rankl, St. Pölten
Erschienen am Mi, 16.8.2023
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