Ich habe mir die Sondersitzung des Nationalrats vom 2. 11. zur sogenannten ÖVP-Korruptionsaffäre angesehen und war über die Wortwahl, die Ausdrucksweise einzelner sogenannter Volksvertreter verwundert und entsetzt. Über die Verteidigung von Bundeskanzler Nehammer zu den Vorwürfen an die ÖVP hätte ich mir auch ein bisschen etwas anderes erwartet. Eines war aber offensichtlich, ohne hier auf den Inhalt seiner Rede eingehen zu wollen: In keiner Weise sprach er mit Worten – und auch die anderen Redner der ÖVP –, die verletzlich oder herabwürdigend für einen politischen Konkurrenten waren. Als dann die Herren Leichtfried, Krainer (SPÖ), Kickl, Schnedlitz (FPÖ) und Frau Meinl-Reisinger (Neos) kamen, war es mit der Diskussionskultur vorbei. Eine gewisse Schärfe in der Wortwahl zu diesen Vorwürfen muss wahrscheinlich in Ordnung sein, aber was da gesagt wurde an abfälligen Worten, an Unflätigkeiten, möchte ich nicht wiederholen, denn das ist nicht mein Wortschatz. Wenn man dann noch die Zwischenrufe zum Beispiel aus der ersten Reihe eines Herrn Kickl hört, muss sich ein halbwegs gesitteter Mensch fragen, wo dieser sogenannte Volksvertreter zur Schule gegangen ist. Furchtbar, gemein und abscheulich! Die Fernsehübertragung trägt das Ihrige dazu bei, dass man bis in die hintersten Wohnzimmer der Menschen, wo immer sie auch wohnen, diese Gemeinheiten hört. Wenn dann über Politik und Politikverdrossenheit gesprochen wird, muss man feststellen, dass solche Menschen, wie zum Beispiel Herr Kickl, neben ihren Taten und ihrer verrohten Sprache viel dazu beitragen. Dass das aber zu ihrem Kalkül zählt, ist auch klar.
Manfred Grausgruber, Gaspoltshofen
Erschienen am Fr, 4.11.2022
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