Vor 45 brachten die Sex Pistols das Lied „God Save the Queen“ heraus. Niemand hätte sich damals gedacht, dass die besungene Dame noch 45 Jahre den Thron wärmt. Sie und die Monarchie sind ein Relikt aus der Vergangenheit, das die Größe Großbritanniens und seines ehemaligen Reiches widerspiegeln soll. Sie kam an die Macht, als dieses Reich bereits auseinanderbrach. Ein Reich, das auf Ausbeutung, Sklaverei und Massenmord aufgebaut war. Die glänzende Fassade der Monarchie war der schillernde Rahmen für die Politik der Unmenschlichkeit und des Rassismus. Noch heute wird diese schreckliche Zeit durch süße Bilder bei den Besuchen der royalen Familie in diversen ehemaligen Ländern des Riesenreiches verklärt. Alle sprechen von Winnetou, aber die Bilder der Monarchie sind noch viel verstörender. Ein Fanal, wie diese schreckliche Zeit geschönt und verklärt wird. Queen Elizabeth war laut eigener Definition ein Diener des Staates. Einfluss hatte sie keinen, bewirkt hat sie nichts. So wichtigen Entscheidungen wie dem EU-Austritt von Großbritannien stand sie hilf- und ahnungslos gegenüber. Sie war das Aushängeschild, die Verklärung einer längst vergangenen Zeit. Der Staub der Geschichte lag in dicken Schichten auf ihren Schultern. Wenn sie nicht da gewesen wäre, wenn die Monarchie einfach verschwunden wäre, wäre zumindest ein wichtiges Fanal der Verklärung der „guten alten Zeit“ verschwunden. Die meisten Briten lieben sie, und auch in Europa ist sie geschätzt, einfach weil sie lange da, recht harmlos war und für süße liebe Bilder und mit ihrer Familie für ein paar nette Boulevard-Skandale und Skandälchen sorgte. So konnte man sich vom Alltag ablenken und die Sorgen des Tages vergessen. Vielleicht war das ihre größte Leistung. Einfach da zu sein und für Ablenkung zu sorgen.
Andreas Laszakovits, per E-Mail
Erschienen am Sa, 10.9.2022
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