Das freie Wort

Sparen ist ein schönes Gefühl!

Ich kann mich nur dem Leserbrief von Frau Gram anschließen. Bin ein 60er-Jahre-Kind und noch mit Plumpsklo, kaltem Wasser und Holzofen großgeworden. Es hat mir in keiner Weise geschadet. Im Gegenteil. Mir fällt der bewusste Umgang mit Lebensmitteln, Energie und anderen Ressourcen sehr leicht. Wie sieht das bei uns aus? Ich kaufe regelmäßig reduzierte Lebensmittel, ich habe noch nie in meinem Leben auch nur einen einzigen Becher Kaffee „to go“ gekauft. Wir trinken fast ausschließlich Wasser, Tee oder selbst gemachte Limo. Wir rauchen nicht und fliegen nicht in der Weltgeschichte herum. Ich hatte mein ganzes Leben lang das Glück, in der Stadt zu arbeiten, wo ich auch wohne. musste nie pendeln. Ich erledige sämtliche Wege zu Fuß. Unser Sohn ging zu Fuß in die Schule oder fuhr mit Bus und Bahn. Da gab es kein „5x am Tag von A nach B und C und wieder retour“. Ich hab auch keine Enkel, die ständig herumgefahren werden. Wir heizen im Winter nur 2 Räume – und die nicht 24 Stunden. Schlafzimmer, Vorzimmer und Küche werden nie geheizt. Bad nur kurz vorm Duschen, Wohnzimmer nach Bedarf. Und T-Shirts haben im Winter bei mir nix verloren. Ich habe keinen Wäschetrockner, hab Terrasse und Garten. Ja, ich könnte diese Liste noch lange so weiterführen. Uns bereitet es einfach Freude und ein gutes Gefühl, so zu leben. Wie gut sich das anfühlt, haben wir erst wieder bei der diesjährigen Strom/Fernwärmeabrechnung gemerkt. Nicht 1 Cent Nachzahlung, im Gegenteil. Es gab sogar eine Gutschrift.

Gabriele Schöckenbacher, Mistelbach

Erschienen am Sa, 23.7.2022

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