Es ist mittlerweile bis in die untere Mittelschicht spürbar, dass die Preise eine Dynamik erreicht haben, durch welche die Finanzierung des normalen Alltags gefährdet oder schon unmöglich geworden ist. Und kein Ende des Preiswahnsinns in Sicht. Zu glauben, wenn die Sanktionen gegen Russland verschwinden, purzeln die Preise und der Krieg ist vorbei, zeugt von besonders ausgeprägter Naivität. Putin macht so lange weiter, bis er hat, was er will. Ob auf dem Schlachtfeld oder in Gestalt eines Diktat-Friedens auf dem Verhandlungstisch. Ein europäischer Kniefall. Ein Zu-Kreuze-Kriechen vor Putin. Das wäre für mich ein No-Go. Weil es das fatale Signal senden würde, dass sich Krieg und Gewalt für Russland auszahlen. Was Putin bestimmt Lust auf mehr machen würde. Wenn man schon Sanktionen setzt, obwohl man weiß, dass Russland als Reaktion für Energieknappheit sorgen wird, dann muss man so breitflächig wie möglich Entlastungspakete schnüren. Immer mehr sinnvolle Vorschläge liegen auf dem Tisch. Es gibt keine Ausreden mehr für die Politik. Tut was! Und schöpft endlich die Zusatzgewinne in Milliardenhöhe von diversen Unternehmen ab!
Christian Stafflinger, Linz
Erschienen am Sa, 23.7.2022
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