Das freie Wort

Europa schafft sich ab

Der prominente Wiener Rechtsanwalt, Bestseller-Autor und „Krone“-Kolumnist Dr. Tassilo Wallentin erklärt uns in der letzten Sonntags-Ausgabe der „Krone“ in anschaulicher Weise, welche dramatische Folgen es für Europa hat, nachdem wir von unfähigen und machthungrigen Politikern in die unselige EU hineingelogen worden sind. Durch Rekordinflation und Vernichtung von Sparvermögen und Altersvorsorgen wird unser Geld immer weniger wert, und wir schlittern sehenden Auges in die Verarmung. Mit den EU-Russland-Sanktionen schaden wir uns selbst. Während Rubel und Dollar steigen, stürzt der Euro ab. Putin kann den Krieg noch jahrelang führen, zumal er für sein Öl und Gas jetzt mehr verdient als im Vorjahr. Die Weltbank erwartet allein bei der Energie im Jahr 2022 einen Preisanstieg von rund 50 Prozent. Wohin das führt, kann sich jeder selbst ausrechnen. Die Politiker haben uns seinerzeit vollmundig versprochen, dass der Euro gleich hart bleiben wird wie der Schilling, jedoch ist das Gegenteil eingetroffen. Wie das inflationäre Italien hat die EU eine schwache Währung, kein Wachstum, aber dafür eine sinkende Wettbewerbsfähigkeit und politische Instabilität. Hinter verschlossenen Türen wurde klammheimlich beschlossen, dass der Euro um 33 Prozent abgewertet wird, um die astronomischen Staatsverschuldungen „wegzuinflationieren.“ Um die Dauerrettung von Krisenländern und Banken sicherzustellen, hat die EZB die Geldmenge versechsfacht. Auch wenn unsere hilflose Regierung Entlastungspakete und Klimabonus anbietet, kann die Verarmung nicht gestoppt werden. Im Zuge der Finanzkrise im Jahr 2008 begann das Dilemma, weil sich die Euro-Zone vom drohenden Staatsbankrott von Griechenland erpressen ließ. Durch Schuldenerlässe, sechs Bankenrettungspakete, Rettungsschirme und Schrott-Papierkäufe haftet auch Österreich bis zum Staatsbankrott. Wallentin empfiehlt unserer Regierung, dass auf EU-Ebene das Drucken von Geld gestoppt wird, dass wir nicht für fremde Schulden haften und dass es für Krisenländer Euro-Aus- und Wiedereintrittsoptionen geben muss. Die Moral von der Geschichte: Wallentins Appelle werden von den abgehobenen EU-Bonzen und unseren zögerlichen Politikern wohl ignoriert werden.

Peter Puster, Feldkirchen bei Graz

Erschienen am Mo, 13.6.2022

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