In Niederösterreich ist der Mangel an Kassen-Hausärzten besonders eklatant. Derzeit sind 17 Planstellen vakant. Auffälligkeit: Keine einzige dieser Ordinationen bietet das Patientenservice einer Direktabgabe von Medikamenten. Im Gegensatz dazu gehen offene Stellen mit gesicherter Hausapotheke weg wie die warmen Semmeln. Jetzt liegt es an der Politik, das Apothekengesetz zu lockern: Alle Mediziner in Ein-Arzt-Gemeinden, egal, wie weit die nächste öffentliche Apotheke entfernt ist, sollen die Berechtigung erlangen, Arzneimittel direkt auszufolgen. Das ist ein sicherer Weg, die landärztliche Versorgung zu retten.
Dr. Wolfgang Geppert, Wien
Erschienen am Fr, 13.5.2022
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