Wenn man nun regelmäßig Kritiker von Waffenlieferungen in die Ukraine sehen kann, die sich vehement dagegen stemmen, dann frage ich mich, was wohl eine ernst zu nehmende Alternative wäre, die zum wünschenswerten Frieden beitragen könnte? Stellt sich von denen jemand hin zu Wladimir und fordert den Kriegsstopp? Mittlerweile weiß man, dass alle bisherigen Bemühungen zwecklos waren, weil dieser kranke und beinharte Mann im Kreml nur eine Sprache – die der Gewalt – versteht. Und wie, bitte schön, soll man so jemanden zur Einsicht bringen, endlich Schluss zu machen mit dem Morden und Zerstören? So grausam der Krieg ist, so falsch wäre es, den Menschen in der Ukraine bloß humanitär zu helfen. Wenn Putin dieses Fiasko nicht von sich aus beendet, dann ist es mit Sicherheit nur eine Frage der Zeit, bis auch andere Länder dran sind, die er sich wieder „zurückholen“ will, weil sie ihm bekannterweise abhanden gekommen sind. Und nachdem die Russen nicht gerade für intelligente bzw. demokratische Lösungen bekannt sind, bleibt ihnen nur die kriegerische Gewalt – und das wird sich nicht mit Friedensgesprächen und gut gemeinten Vorschlägen ändern lassen. Das war schon früher so, denn auch wir hätten den Staatsvertrag in der heutigen Form sicher nicht bekommen, hätten wir nicht vor den Russen den Schwanz mit der Zusage zur Neutralität eingezogen. Putin und Co. haben demokratische Spielregeln schon bisher nicht akzeptiert, auch wenn das so viele von uns nicht verstehen wollen oder können. Ein altes Sprichwort sagt: „Auf einen groben Kotzen passt nur ein grober Fleck.“ Heißt im übertragenen Sinn: Du kannst einen Kartoffelsack nicht mit einem Fleck aus feinster Seide reparieren. Solange Putins Gewissen nicht selber erkennt, dass das, was er angezettelt hat, ein Verbrechen (auch seinem eigenen Volk gegenüber) ist und fast gänzlich vom Rest der Welt verurteilt wird, wird er aufgrund seiner militärischen Möglichkeiten nicht nachgeben. Aber wer vermag es, sich ihm entgegenzustellen, ohne den Dritten Weltkrieg damit heraufzubeschwören.?
Hermann Edelhauser, Niedersulz
Erschienen am So, 1.5.2022
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