Ist in Europa von Kunststoffabfällen die Rede, ist meist auch der Verweis aufs Recycling nicht weit. Schließlich verfügen die meisten EU-Staaten über Verwertungssysteme, mit denen gebrauchtes Plastik wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden kann. So nimmt man es als einfacher Verbraucher jedenfalls an. Die Wahrheit sieht zum Teil anders aus. Millionen Tonnen an Kunststoffabfällen verlassen jedes Jahr die EU-Grenzen und gehen in Drittstaaten, um dort „weiterbehandelt“ zu werden. Greenpeace-Konsumexpertin Lisa Panhuber: „Es gibt mafiöse Strukturen, die zu niedrigsten Preisen Müll abnehmen, ihn dann aber nicht ordnungsgemäß behandeln. Das ist ein Riesengeschäft.“ Ob auf den Deponien in Adana auch österreichischer Müll liegt, ist laut Greenpeace kaum verifizierbar, aber wahrscheinlich. Also Müll reduzieren!
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