Ich lese immer aufmerksam die meisten Leserbriefe, wobei jene von Weinpolter, Vielgrader, Pestitschek oder Scheiblberger hervortreten. Alle diese Autoren drücken sich meistens sehr moderat oder sogar zurückhaltend aus, aber auch da ist manchmal Sarkasmus herauszulesen (der druckenswert erscheint). Ich frage: Haben Sanftmut, Zurückhaltung oder noble Ausgewogenheit jemals Veränderungen gebracht? Auch stört mich, dass von der Regierung, wenn sie einmal Neuerungen anstrebt, alles auf eine unerträglich lange Bank geschoben wird. Ist es notwendig, dass so lange „überlegt“, „geprüft“ und „erwogen“ wird, bevor gute Ansätze in Schall und Rauch aufgehen? Ich dagegen „haue auf den Tisch“ und würde auf Tempo drängen. Die meisten Österreicher müssen meiner Meinung nach zu raschem Denken und raschen Entscheidungen geführt werden, damit etwas geschieht.
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