Putins offensiver Politikstil verführt westliche Journalisten, aus der Position des neutralen Beobachters in die des politischen Akteurs zu wechseln! Ich nenne es die „Putin-Falle“, und alle westlichen Berichterstatter sind in diese Falle getappt. Einigen europäischen Staatslenkern kommen diese Meinungsäußerungen in den Medien sehr gelegen. So können sie sich wichtigmachen, weltweit, kreuz und quer herumfliegen, um so von ihren eigenen landesinternen Problemen abzulenken! Auch Präsident Biden ist in der Gunst der Amerikaner steil abgestürzt und bräuchte dringend eine Erfolgsgeschichte! Im Konflikt mit der Ukraine gibt es für Putin keinen Grund für einen Militärschlag! Angriffskriege sind irrational. Sie bringen nicht nur unendliches Leid über die Angegriffenen, sie enden auch für die Angreifer mit verheerenden Verlusten. Ein Krieg setzt Mechanismen in Gang, die auch der Kreml nicht exakt kalkulieren kann. Die Ukraine bietet weder Rohstoffe noch Industriepotenziale, die Russland brauchen könnte. Dazu kommt das Risiko, das der russische Präsident eingehen würde. Abgesehen von Tausenden gefallenen russischen Soldaten, käme es zu einschneidenden Wirtschaftssanktionen des Westens, und die Pipeline Nord Stream 2 würde es nicht geben. Ein solches Risiko wird Präsident Putin nicht eingehen. Es würde nicht zu dem passen, wie er sich in den vergangenen Jahren verhalten hat – zunehmend aggressiv, machthungrig, aber doch immer mit Netz und doppeltem Boden! Putin will psychischen Druck ausüben, er will den Westen mürbe machen, dafür sitzt er am längeren Hebel. Putin hat die Eskalationsdominanz, und der Westen hat nicht die Mittel. Die „Einkreisungspolitik“ seitens der NATO oder der EU wird von Russland nicht geduldet. Damit beide Seiten nicht ihr Gesicht verlieren und es zu einer raschen Deeskalation zwischen dem Westen und Russland kommt, wäre eine Neutralitätserklärung der Ukraine sinnvoll. Es müsste signalisiert werden, dass beide Seiten damit einverstanden sind, dass die Ukraine ihre territoriale Integrität behält und offen bleibt für Ost und West!
Ing. Hans Peter Jank, Villach
Erschienen am Do, 17.2.2022
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