Das freie Wort

Ethikunterricht für alle

Vielen Dank für Ihren ausführlichen Artikel über die Einführung des Ethikunterrichts an Schulen. Leider wieder so eine halbherzige und zahnlose Aktion! Warum nur für Kinder, die keinen Religionsunterricht besuchen? Dieser hat meines Erachtens an staatlichen Schulen sowieso nichts verloren, er gehört in die Kirchen (Gemeindearbeit) und in die von den Kirchen geführten Schulen. Wo bleibt die Trennung von Kirche und Staat? Ich weiß schon: Konkordat – aber auch das ist nicht in Stein gemeißelt, ist ein Relikt aus der Vergangenheit und passt nicht mehr ins 21. Jahrhundert. Also: Ethikunterricht für alle! Zur Vermittlung europäischer Grundwerte („Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“) – sachlich, neutral und objektiv, ohne übersinnliches Brimborium. Wäre besonders für die Kinder anderer Religionen (z. B. Islam) wichtig. Aber wer in Österreich traut sich gegen die allmächtige Kirche aufzutreten?

Edda Ursula Schmeja, Seefeld-Kadolz

Erschienen am Mi, 15.9.2021

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