Der Kampf gegen den Klimawandel zählt unbestritten zu den größten Herausforderungen der Menschheit. Die globale Erderwärmung macht aber nicht nur uns Menschen zu schaffen, sondern hinterlässt auch in der Arktis deutliche Spuren. Mit dem Schwinden der arktischen Eisfläche sind Eisbären immer öfters gezwungen, ins Wasser zu gehen und zu schwimmen. Hinzu kommt, dass die Strecken zwischen den Eisflächen immer weiter für die großen Landsäuger werden. Die täglichen Schwimmetappen von bis zu 100 Kilometern im eiskalten Meer kosten die Tiere nicht nur viel Energie, sondern haben zur Folge, dass sich viele Eisbären in einem äußerst schlechten Zustand befinden und total ausgemergelt sind. Empirische Studien warnen davor, dass die Polarbären bereits im Jahr 2100 ausgestorben sein könnten. Aktuell wird die Population nur noch auf zwischen sechzehn- und dreißigtausend Individuen geschätzt, und der Bestand wird Prognosen zufolge weiter schrumpfen. Wenn das arktische Eis weiter schmilzt, droht das Wetter global in Unordnung zu geraten. Ein offenes Arktismeer kann beispielsweise zu extremen Kälteeinbrüchen in Europa führen. Der Eisbär ist letztendlich Opfer des Klimawandels. Ohne Eis gibt es nämlich auch keine Eisbären am Nordpol mehr.
Ingo Fischer, Lavamünd
Erschienen am Sa, 19.6.2021
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