Die in Ostafrika beheimateten Berggorillas drohten auszusterben und wurden daher unter Schutz gestellt. Wegen der geringen Population war das Nahrungsangebot reichlich, die an und für sich friedlichen Tiere konnten sich der Fortpflanzung widmen, der Bestand vermehrte sich. In letzter Zeit wurde beobachtet, dass die dichtere Population auch ihre Schattenseiten aufweist. Es kommt zu Aggressionen zwischen benachbarten Gruppen, weil Reviergrenzen nicht mehr eingehalten werden. Das vorher üppige Nahrungsangebot ist begrenzt, mehr Tiere fressen eben mehr als nur einige. Auch der für die Affen verfügbare Lebensraum wurde durch Menschen verringert. Es wurde schon damit begonnen, Gorillas in andere Gebiete zu verfrachten. Was geschieht, wenn auch dort Nahrung und Lebensraum knapp werden?
August Riegler, Kindberg
Erschienen am Sa, 6.2.2021
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