Leserbriefschreiber Herbert Schlemmer aus Mistelbach ist zu danken, dass er nach 30-jähriger Tätigkeit als Diplomkrankenpfleger und jetzt in Pension aus erster Hand über die Zustände des Gesundheitssystems und die menschenverachtende Personalpolitik sein Leid berichten kann. Mit seiner mutigen persönlichen Offenbarung macht er deutlich, dass dieser Beruf kein „Honiglecken“ darstellt und das Personal – Pflergerinnen und Pfleger – bis zur Erschöpfung wegen Unterbesetzung mit Arbeit eingedeckt ist und bis zur grenzenlosen Ermüdung ausgelaugt wird. Seine Aussage, dass vonseiten des Arbeitgebers keine Motivation zu erwarten ist, erinnert an die traurigen Zustände zur Sklavenzeit!
Walter Gotovnik, Wien
Erschienen am Sa, 12.12.2020
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