Angesichts des noch immer verweilenden Virus und den dazugehörigen unnötig langen Schließungen von Gastronomie und Wintertourismus wäre es von unserer Regierung angebracht, so wie durch Corona stark gebeutelte Länder, doch um eine Erhöhung des EU-Geldgeschenkes anzusuchen. Es kann doch nicht sein, dass Länder wie Italien, Spanien und sogar Frankreich überproportional davon profitieren, während bei uns Tausende Betriebe, deren Erwerbsgrundlage eben der winterliche Skitourismus ist, in die Pleite zu rutschen drohen. Ein Indiz dafür, dass die Krise Österreich mehr schadet als den südländischen Empfängerländern, beweist eine Studie, die besagt, dass Österreich beim prognostizierten Wachstum für nächstes Jahr an der vorletzten Stelle steht. Auch die feindseligen Aktionen der sogenannten „Freunde“ in der EU, die ein generelles europaweites Verbot von Wintersport forderten, da ihre Länder weit weniger betroffen wären, zeigt ein Sittenbild europäischen Zusammenhalts. So wäre es nur gerecht, angesichts dessen, eine größere Geldspende der EU einzufordern, zumal wir „noch“ einer der wenigen Nettozahler der Union sind!
Harald Eitzinger sen., Aurolzmünster
Erschienen am Do, 10.12.2020
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