Als seinerzeit der Exspion Skripal und kürzlich der russische Oppositionspolitiker Navalnij mit Novitschok vergiftet wurden, war damals für die britische Premierministerin und jetzt für die deutsche Regierung sofort klar, dass Wladimir Putin oder zumindest russische offizielle Dienste hinter diesen absolut verwerflichen und kriminellen Aktionen stehen müssen. Die medialen Verurteilungen und Drohungen aus der westlichen Politikszene überschlagen sich derzeit beinahe (z. B. Überlegungen, North Stream 2 zu stoppen und damit den Erpressungsversuchen der USA nachzugeben). Dass Novitschok nur in den Händen professioneller staatlicher Dienste zu finden sein kann, halte ich für baren Unsinn. Dieser vor einem halben Jahrhundert entwickelte Giftstoff kann von Experten in jedem gut ausgerüsteten Laboratorium hergestellt werden, und man kann davon ausgehen, dass sich dieses Gift (wie auch Polonium!) auch in den Händen nicht staatlicher Gruppen oder Personen befinden kann und befindet. Wenn man weiß, über welche neuen und wesentlich (!) wirksameren Gifte die heutige chemische Hexenküche verfügt, kann man die Vermutung einer Anwendung von Novitschok durch staatliche Dienste im operativen Bereich nur belächeln. Weniger Aufgeregtheit und sachliche Überlegungen und Schlussfolgerungen in dieser Sache sind nötig. Und besonders eine in der Kriminalistik wesentliche Frage „Cui bono?“ (wer hat davon einen Nutzen?) sollte eine Rolle in den Überlegungen spielen.
Dr. Peter Presinger, Präsident der Österreichisch- Russischen Gesellschaft Stmk.
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