Nachdem in den letzten Jahren schon Zuckerfabriken geschlossen wurden, geht es nun der Fabrik in Leopoldsdorf an den Kragen. Als Grund gibt man vor, die Bauern würden zu wenig Rüben produzieren. Wer wie ich schon 60 Jahre im Marchfeld lebt und nicht ganz blind ist, dem kann unmöglich entgehen, dass es immer mehr Ackerflächen gibt, die einfach brach liegen. Der Grund dafür sind Auflagen des Landwirtschaftsministeriums und der EU. Damit soll eine Überproduktion verhindert werden. Damit auch kein Bauer trotzdem anbaut, werden die Flächen per Satellit überwacht. Wie viel ein Landwirt von was anbaut, hängt davon ab, ob er zuvor auch Abnehmer für seine Produkte hat. Wenn die Agrana nun eine Fabrik schließt, weil angeblich zu wenig Zuckerrüben produzieren werden, ist das eine Lüge. Man wird im ganzen Marchfeld keinen Landwirt finden, der sich weigern würde, wenn er schon im Frühjahr einen Vertrag von Agrana hat, dass ihm sein Produkt im Herbst auch abgenommen wird. Somit liegt der Grund für die Schließung an zwei anderen Wahrheiten. In einer Zeit, in der weltweit jährlich noch immer Millionen Menschen verhungern, darf auf fruchtbaren Feldern nichts angebaut werden. Alles nur eine Frage der Überproduktion und folglich zu niedrigen Preisen. Und genau das ist der Grund, weshalb diese Agrana eine weitere Fabrik schließt. Etwas gibt es aber noch. Hier im Marchfeld wissen wir, dass, wenn im Oktober die Produktion in Leopoldsdorf begonnen hat, man beobachten kann, wie im Umland der Grundwasserspiegel sinkt. Schon 1983 versuchte man diesem Umstand mit dem Bau des Marchfeldkanals entgegenzuwirken. Irgendetwas dürfte da aber der Bevölkerung verschwiegen werden. Der Grundwasserspiegel hielt sich bis vor zwei Jahren die Waage. Aber ab da fiel er so tief wie niemals zuvor. Das wird jeder Bauer bestätigen. Da die Agrana nun anscheinend erkennt, dass die Unmengen von Wasser, welche zur Produktion aus dem Boden entnommen werden, bald nicht mehr verfügbar sind, schließt man und gibt den Bauern die Schuld. Hier gilt wirklich: Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.
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