Es hätte so schön sein können. Die ersten schrittweisen Lockerungen funktionieren nahezu problemlos, weil tatsächlich der Großteil der Bevölkerung die nötige Eigenverantwortung an den Tag legt. Weitere Lockerungen können daher folgen. Die fortwährende Vernunft und Rücksicht der Menschen ermöglicht noch umfassendere Öffnungen. Die Schritte zurück in die Normalität können immer größer werden. Leider ist es ganz anders. Immer mehr Menschen glauben tatsächlich, Corona sei schon vorbei, und alles sei wie früher. Auf jeden Fall verhalten sie sich so und nicht anders. Immer weniger Menschen beweisen durch ihr alltägliches Verhalten, dass die Lektion „Pandemie für Anfänger“ funktioniert hat. Und damit beweist dieser leider stets wachsende Teil der Corona-Verweigerer die eigene Unfähigkeit, Eigenverantwortung und Rücksicht zu leben. Überall auf der Welt, wo jetzt erste Lockerungen durchgeführt werden, schießen verantwortungslose, gemeingefährliche Individuen aus dem Boden wie Blumen im Frühling. Schlangen vor Baumärkten und Möbelhäusern, wo an manchen Tagen die notwendigen Auflagen nicht einmal drinnen immer aufrechterhalten werden können. Menschenansammlungen an Flüssen, Seen, in Parks und bei Demos, wo es drunter und drüber geht. Menschenmassen im innerstädtischen Bereich und auf Einkaufsstraßen wie zu Zeiten vor Corona. Ein erschreckendes, alarmierendes Bild. Für die Politik. Für die Gesellschaft. Für die Wirtschaft. Wobei weite Teile der Wirtschaft ja die Haupttreiber für die Bilder von heute waren. Neben jenen verantwortungslosen Politikern, die Corona verharmlost und lieber die Bevölkerung aufgefordert haben, sich nicht alles gefallen zu lassen, sowie aufgehetzt haben, wegen Verletzung von Grundrechten in einer Ausnahmesituation auf die Straße zu gehen. Kein Wunder, dass die Corona-Idioten immer mehr werden. Nicht nur die österreichische Regierung muss jetzt aufpassen. Man darf der Realität nicht den Rücken kehren. Man darf sich nicht die Welt schön und harmlos reden, damit sich die Wirtschaft über Öffnungen freuen kann. Man muss der wachsenden Unvernunft der Menschen eine Absage erteilen. Man kommt nicht darum herum, schleunigst neue Ausgangsbeschränkungen auszusprechen. Und wenn das nichts nützt, noch härtere als in der ersten Phase. Man muss jetzt erste Lockerungen zurücknehmen und geplante Öffnungen auf unbestimmte Zeit verschieben. Gesundheit geht vor!
Christian Stafflinger, Linz
Erschienen am Di, 12.5.2020
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.