Die Reiserestriktionen und Kontrollen an der Südgrenze kommen viel zu spät, obwohl man schon länger wusste, dass Italien von Corona besonders stark betroffen ist. Jetzt hat man die Problematik mit allen gesellschaftlichen, kulturellen und sonstigen Einschränkungen im Land und weiß nicht so recht, wie lange das dauern wird. Genau in dieser sensiblen Phase einer fast überforderten Politik, die mit dieser Angelegenheit kämpft, verlangt Vizekanzler Kogler die Aufnahme „kranker Kinder“ aus Flüchtlingslagern. Und die Wiener Vizebürgermeisterin meint jovial, Wien habe noch genug Platz für weitere Fluchtmigranten. Damit haben sich diese Politiker für ihre Ämter nicht unbedingt qualifiziert und profiliert. Hilfe für Flüchtlinge vor Ort jederzeit, da müsste auch mehr geschehen, und das würde die Bevölkerung voll mittragen, aber nicht wieder die Aufnahme von Menschen aus völlig anderen Kulturkreisen, deren Integration als Trugbild mehrheitlich scheitern würde, wie die nachhaltigen und größtenteils ungelösten Probleme aus der Flüchtlingswelle 2015 beweisen.
Mag. Martin Behrens, Wien
Erschienen am Fr, 13.3.2020
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