Gestern habe ich ein Männergespräch mitgehört. Es lautete: „Ordentlich tschechern und si nix pfeifen – der liabe Augustin hot a ka Pest kriegt.“ Das kann ich so nicht umsetzen, aber trotzdem sehe ich es ähnlich. Heute lese ich in der Zeitung bezüglich der rigorosen Maßnahmen: „den Schwächeren zuliebe“. Das ist für mich ein Grund, die Vorgaben zu erfüllen – allerdings der einzige. Generell glaube ich nicht, dass Eindämmen der richtige Weg ist, austoben lassen wäre vielleicht besser. Das war bei den Kinderkrankheiten so und ist bei Verkühlungen nicht anders. Aber egal, jetzt ist es eben so. In diesem Fall sehe ich auch ein, dass unser Land sich der allgemeinen „Hysterie“ beugt, da können wir uns nicht ausnehmen. Hut ab vor unserem jungen Bundeskanzler Sebastian Kurz, sehr bestimmt und souverän verkündet er die Modalitäten.
Brigitte Kürzl, Wien
Erschienen am Fr, 13.3.2020
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