Nein ich bin kein Experte, und ich gehöre als über 70-Jähriger voll zur Risikogruppe, trotzdem finde ich die zahlreichen Maßnahmen etwas überzogen. Denn dass die Maßnahmen tatsächlich etwas bringen, sei dahingestellt, aber der Schaden, der dadurch entsteht, der ist real. Unglaublich, die Eishockey-Meisterschaft wird einfach abgebrochen, der LASK muss im „Traumspiel“ gegen Manchester United auf die Zuschauer verzichten. Die Staatsoper wird gesperrt, sämtliche anderen Großveranstaltungen ebenso. Aber mit den „Öffis“ darf man fahren, und einkaufen darf man auch gehen! Wie groß muss der Frust der Künstler, der Menschen, die sich Karten für ein Konzert gekauft haben, und der Sportler, denen die Meisterschaft geraubt wurde, sein? Zum Nachdenken: In Österreich sterben pro Tag ganz ohne Coronavirus durchschnittlich 225 Menschen, und weltweit finden täglich 156.000 Personen den Tod. Aber einer verweichlichten Gesellschaft, das richtige Augenmaß zu lehren, scheint ein sinnloses Unterfangen zu sein.
Peter Blaschek, Wien
Erschienen am Do, 12.3.2020
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