Das freie Wort

No na

Das Handy macht Kinder krank. Was einem jeden „normalen Menschen“ schon längst klar war, wurde von einer neuen Studie bestätigt. Das „Allheilmittel“, ein Handy für die Kleinkinder, hinterlässt bleibende Schäden. „Vor allem die Nutzung des Smartphones am Abend ist besorgniserregend, wie eine neue Studie zeigt“, so die Ergotherapeutin Sophie Ulbrich-Ford von der FH Wiener Neustadt. Unvorstellbar: Schon Zweijährige leiden unter Schlafstörungen und Abnutzung des Bewegungsapparates. Wobei beim Bewegungsapparat natürlich der Daumen und die Halswirbelsäule gemeint sind. Wie die Evolution zeigt, hat sich der Mensch den Notwendigkeiten des Lebens angepasst. „Längere und extrem schnelle Daumen“ verbunden mit einer „evolutionären Kurzsichtigkeit“ sind die logischen Auswirkungen in der Zukunft. Da natürlich die Kommunikationsfähigkeit durch fehlendes Sprechen leidet, wird der soziale Austausch immer schwieriger. Doch das „Problem“ ist nicht das Handy. Das wahre Problem sind die Eltern. Anstatt sich mit den „kleinen Gschrapperln“ zu befassen, wird ein Handy als Kinderbetreuungsgerät missbraucht. Leider Gottes ist dieser Irrsinn auch bei der Fernsehwerbung eingezogen. Ein kleiner Bub deckt seine schlafende Großmutter zu und schaut auf sein Tablet. Wir, die Erwachsenen, haben es in der Hand. Der Weg des geringsten Widerstandes ist zwar durch ein Handy bequem geworden, aber die daraus resultierenden Folgen sind eine Katastrophe für die Kleinen. Das Sich-mit-dem-eigenen-Kind-Befassen sollte doch wichtiger sein als der stundenlan-ge Austausch von vollkommen unwichtigen Nachrichten mit vollkommen unwichtigen Facebook-„Freunden“. Die Hand am Kind, nicht am Handy.

Gerhard Forgatsch, Wien
Erschienen am Di, 21.1.2020

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