Wenn die SPÖ in naher Zukunft wieder erfolgreich Wahlen schlagen will, muss sich nicht nur in ihrem Programm, sondern auch strukturell einiges ändern. So werden in der SPÖ die Weichenstellungen nur von dem kleinen Kreis der „Obergenossen“ vorgenommen. Die Basis darf zwar „laufen“, hat aber wenig bis nichts darüber mitzubestimmen, wohin der Weg führt. Selbst Parteimitglieder mit jahrzehntelanger Zugehörigkeit werden selten bis nie um ihre Meinung und Einschätzung gefragt. Da die Menschen unserer Zeit nicht mehr gläubig die Hände falten und die „Goschn“ halten, kommen dann solche Wahlergebnisse zustande. Mit dem Rücktritt von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda alleine wird es da wohl nicht getan sein.
Franz Köfel, Völs
Erschienen am Mi, 2.10.2019
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