Aufgrund der anhaltenden Angriffe der proiranischen Huthis auf Saudi-Arabien haben die Türkei und Pakistan die Entsendung von Truppen zur Unterstützung des Königreichs bekannt gegeben. Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan haben Anfang August vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs und dessen Folgen ein Verteidigungsabkommen geschlossen. Im Falle eines Angriffs auf eines der drei Mitglieder sind die übrigen verpflichtet, diesem militärisch beizustehen. Damit eskaliert der Krieg im Nahen Osten weiter. Mehr als ein halbes Jahr ist seit dem Beginn des Krieges mit dem Iran vergangen. Der Plan des amerikanischen Präsidenten Trump und Israels Ministerpräsident Netanyahu, durch den Militärschlag die iranischen Revolutionsgarden zu Fall zu bringen und durch einen Regimewechsel die Welt sicherer zu machen, ist gründlich gescheitert. Nach mehr als sechs Monaten Krieg sind die Ayatollahs immer noch an der Macht und die Weltwirtschaft steuert auf eine Rezession zu. Die Angriffe des Iran auf die Golfstaaten und die Sperre der Straße von Hormus zeigen, wie groß die Naivität von Trump und Netanyahu war. Die Situation wird immer dramatischer, denn die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen haben die Kontrolle der Meerenge Bab al-Mandab am Roten Meer übernommen, wodurch auch diese wichtige Schifffahrtsroute bedroht ist. Davon betroffen sind besonders die Öl-Exporte von Saudi-Arabien, wobei zusätzlich auch noch eine wichtige Pipeline der Saudis zum Roten Meer zerstört wurde. Mit dem gemeinsamen Kampf gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen wird nicht nur der Jemen zum Kriegsgebiet, sondern die gesamte Region zum Pulverfass!
Mag. Hans Rankl, St. Pölten
Erschienen am Mi, 7.10.2026
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