Schlechtes Gewissen und tiefe Betroffenheit retten das Klima ebenso wenig wie Leerformeln, Kampfparolen oder Dauerdemonstrationen. Das Thema ist bereits ideologiegesteuert und hat sich schon fast von einer faktenbasierten Grundlage befreit, wobei in dieser Phase eine Diskussion nicht mehr möglich erscheint. Die Emotionalisierung der Problematik geht bereits so weit, dass allgemeine Schuldgefühle in der Gesellschaft implementiert werden sollen. Die nächsten Phasen sind dann religionsartig formulierte Dogmen, die keine wissenschaftlichen Beweise benötigen, um anerkannt zu werden, doch zumindest in Fragmenten Behauptungen bleiben. Kritische Gegenstimmen und Versuche, das zu widerlegen, werden dann vermutlich mit inquisitionsartiger Reaktion sanktioniert, die auch alle jene trifft, die das allgemeine Glaubensbekenntnis nicht mitbeten. Als Fleischesser, Autofahrer und gelegentlicher Fluggast wird man dann schon fast auf dem Scheiterhaufen der Klimasünder symbolisch verbrannt.
Mag. Martin Behrens, Wien
Erschienen am Mo, 30.9.2019
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