Mindestens 63 Jahre war die Fliegerbombe am Voest-Gelände in etwa 1,8 Meter Tiefe im Schotter gelegen - darüber Asphalt und eine Halle. Obwohl das Areal genau nach Blindgängern abgesucht worden war, ging sie dem Spürtrupp durch die Lappen - und landete unbemerkt in der Schaufel des 25-Tonnen-Baggers.
Dieser kippte zwei Kubikmeter Schotter samt darin versteckter Höllenladung auf den Lkw von Ersan Önel aus Taiskirchen. Der brachte die "rollende Bombe" etwa 20 Kilometer von der Voest durch den Bindermichltunnel über die A7 bis zur Abfahrt Traun und dann nach Pucking, wo seine Kollegen die Umfahrung Hasenufer bauen. Ein Unfall hätte die Zünder auslösen können.
Baggerfahrer entdeckt das Kriegsrelikt
Zum Glück passierte auch nichts, als die Fuhre samt Bombe abgekippt wurde. Erst als Florian Weber aus Eberschwang mit seiner Raupe den Schotter planieren wollte, kullerte "ein großer Gegenstand" über die etwa zwei Meter hohe Böschung. "Ich hab nachgesehen und dann den Polier angerufen", erzählt der Raupenfahrer.
"Ich hab sofort gesagt, dass sie alles abstellen und weit weg gehen sollen", so Polier Josef Stadler. Die alarmierte Polizei errichtete einen 400-Meter-Sperrkreis. Experten des Entminungsdienstes, die es jährlich bundesweit mit etwa 30 Fliegerbomben zu tun haben, bannten die Gefahr - es waren keine hinterhältigen Langzeit-, "nur" zwei Standard-Aufschlagzünder.
Von Markus Schütz, Kronen Zeitung
Symbolbild (zeigt eine andere 250-kg-Fliegerbombe in Linz)
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