Mädchen (15) überlebt

Auffällige Motorengeräusche vor Crash mit 2 Toten

In Gaming (Bezirk Scheibbs) in Niederösterreich ist am Sonntagmittag ein Kleinflugzeug mit vier Menschen an Bord abgestürzt. Für den Piloten (47) und eine gleichaltrige Frau kam jede Hilfe zu spät, eine 15-Jährige und ein 41-Jähriger wurden schwer verletzt. Feuerwehr, Rettung, Polizei und weitere Einsatzkräfte standen mit einem Großaufgebot im Einsatz. Ursache könnte ein technischer Defekt gewesen sein.

Um 11.40 Uhr schrillte bei den Einsatzkräften im Süden Niederösterreichs der Alarm. Kurz zuvor hatten ausgerechnet Mitglieder der Jugendfeuerwehr auf ihrer Heimfahrt vom Landestreffen in Küb den Absturz der Maschine beobachtet. Ihre Betreuer hatten sofort die Rettungskette in Gang gesetzt.

Rund 100 Meter vom Ortsteil Neuhaus war die Piper PA-28 in ein Waldstück gestürzt. Für den Piloten und eine Passagierin kam jede Hilfe zu spät, ein weiterer Mann (41) und eine Jugendliche (15) überlebten schwer verletzt. Alle stammen aus dem Bezirk Amstetten. 

Das Kleinflugzeug ist Sonntagmittag bei Gaming abgestürzt.
Das Kleinflugzeug ist Sonntagmittag bei Gaming abgestürzt.(Bild: DOKU-NÖ)

Für die Einsatzkräfte begann ein Wettlauf mit der Zeit. Die Unfallstelle war zunächst nicht genau lokalisierbar. „Wir mussten uns zuerst Zugang zu dem ziemlich steilen Gelände verschaffen“, erklärt Philipp Pflügl vom Bezirksfeuerwehrkommando Scheibbs.

Unwegsames Gelände
Mit Kettensägen kämpften sich die Florianis zur Kleinmaschine vor, auch ein Bach musste überwunden werden. Die schweren Rettungsgeräte mussten von den Kameraden durch das Gelände geschleppt werden. „Es hat gedauert, bis wir die Absturzstelle gefunden haben“, verweist Pflügl auf das gebirgige Gelände. Da es in dem Gebiet keinen Handyempfang gibt, mussten sich die Einsatzkräfte per Funk verständigen.

Per Tau ins Krankenhaus
90 Feuerwehrleute waren im Einsatz, dazu auch Bergrettung, Rettung und Polizei. Vor Ort fanden sie ein völlig zerstörtes Flugzeug. Die Schwerverletzten wurden mittels Taurettung vom Unfallort gebracht und in die Krankenhäuser nach Linz und Amstetten geflogen. Die Unfallstelle wurde gesperrt, die Flugunfallkommission war noch Sonntagnachmittag vor Ort. Vermutlich wird auch die Unglücksmaschine mit dem Hubschrauber geborgen werden müssen.

Zahlreiche Rettungskräfte waren vor Ort im Einsatz
Zahlreiche Rettungskräfte waren vor Ort im Einsatz(Bild: Attila Molnar)
(Bild: Attila Molnar)
Ötschergebiet
Ötschergebiet(Bild: Attila Molnar)
(Bild: Attila Molnar)

Technischer Defekt als Ursache?
Bei der Maschine handelt es sich um ein Flugzeug des Typs Piper PA-28. Es war am Flugplatz Seitenstetten gestartet. Ersten Informationen zufolge könnte es sich um einen technischen Defekt gehandelt haben. So sollen Ohrenzeugen auffällige Motorengeräusche gehört haben. Eine Obduktion des Piloten wurde von der Staatsanwaltschaft angeordnet.

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