21.01.2008 22:28 |

Selbstmordanschlag

Attentäter reißt im Irak 15 Menschen in den Tod

Im Irak hat am Montag ein Selbstmordattentäter 15 andere Menschen mit in den Tod gerissen. Der Mann habe sich während eines Begräbnisses im Norden des Landes in die Luft gesprengt, erklärten die Behörden. Zehn Personen seien verletzt worden. Der Befehlshaber der US-Armee im Nordirak hatte vergangenen Monat davor gewarnt, das Terrornetz Al-Kaida habe nach der Vertreibung aus anderen irakischen Regionen im Norden an Boden gewonnen.

Die Vereinten Nationen sehen unterdessen einen "bemerkenswerten Rückgang" der Gewalt im Irak. Der UNO-Sonderbeauftragte für das Land, der schwedische Diplomat Staffan de Mistura, sagte am Montag nach einer Sitzung des Weltsicherheitsrats in New York, die Zahl gewalttätiger Zwischenfälle sei deutlich gesunken. Der amerikanische UN-Botschafter Zalmay Khalilzad führte dies auf eine Schwächung der Al Kaida zurück, die durch die Truppenaufstockung im Irak erreicht worden sei.

Verbessert hat sich nach Angaben von Mistura auch die wirtschaftliche und die politische Lage. Es gebe ernsthafte Bemühungen, die Sunniten in die Regierungsverantwortung einzubeziehen, sagte er. Deshalb bestehe Hoffnung auf eine Regierung der nationalen Einheit. Entscheidend sei jetzt, den politischen Prozess weiter zu begleiten und zu stabilisieren.

Rückzugsgebiet der Al-Kaida bombardiert
Die US-Luftwaffe hat nach eigenen Angaben seit Sonntagnacht ein mutmaßliches Rückzugsgebiet von Al-Kaida massiv bombardiert. B-1-Bomber und F/A-18-Jagdbomber hätten die Region Salman Pak südlich von Bagdad angegriffen. Rund 15.000 Kilogramm an Bombenlast seien auf das Gebiet niedergegangen, das das Terrornetzwerk für Waffenschmuggel und als Durchgangsort für Kämpfer auf dem Weg nach Bagdad nutze. Zahlreiche mit Sprengfallen präparierte Häuser seien zerstört worden.

Irakische und US-Truppen hatten am 8. Jänner eine Offensive gegen Al-Kaida in den vier Nordprovinzen und in den südlichen Stadtrandgebieten von Bagdad begonnen. Das US-Militär hält Al-Kaida für die größte Gefahr bei einer Befriedung des Irak.

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