Religiöse Gewalt

Kämpfe beim Ashura-Fest fordern 66 Todesopfer

Ausland
19.01.2008 14:26
Bei Kämpfen zwischen den Anhängern einer schiitischen Sekte und Sicherheitskräften sind im Südirak seit Freitag mindestens 66 Menschen getötet worden. Wie am Samstag aus Kreisen der Polizei verlautete, ereigneten sich die Kämpfe im 350 Kilometer südlich von Bagdad gelegenen Nassiriyah sowie in der zweitgrößten irakischen Stadt Basra.

Der Polizeichef der Stadt, General Abdul Jalil Khalaf, hatte am Freitag erklärt: "Die Angreifer gehören nicht zur Mahdi-Armee (der Miliz der Bewegung des Predigers Muktada al-Sadr), sondern zu einer kleineren Gruppierung. Wir haben die Lage im Griff und verfolgen sie jetzt von Haus zu Haus."

Den Angaben zufolge starben in Nassiriyah mindestens 29 Menschen, in Basra wurden nach Behördenangaben 37 Menschen getötet. Die Mehrheit der Opfer gehörte demnach der schiitischen Sekte an. Während sich die Lage in Basra am Freitagabend wieder beruhigte, dauerten die Kämpfe in Nassiriyah am frühen Morgen an. Polizei und Armee begannen im Stadtgebiet mit Razzien. Die Schiiten im Irak feiern derzeit das Ashura-Fest, bei dem es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Unruhen kam.

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