Tödliche Narkose

Zehn Wochen alter Bub bei Operation gestorben

Österreich
17.01.2008 07:47
Trauer und Bestürzung herrschen im Landeskrankenhaus Klagenfurt, wo ein erst zehn Wochen alter Bub bei einer Routineoperation gestorben ist. Wie am Mittwoch bekannt wurde, hätte das Baby am 10. Jänner an der Leiste operiert werden sollen, es überlebte aber die Einleitung der Narkose nicht. Schon fünf Wochen vorher war das Kind in Linz operiert worden. Als Todesursache wird seitens des Krankenhauses Herzversagen angegeben, die Staatsanwaltschaft hat eine Obduktion angeordnet.

"Es hat sich im Rahmen der Einleitung der Narkose plötzlich ein Herzversagen entwickelt, und das Kind ist daran gestorben," erläuterte der medizinische Direktor des Krankenhauses, Thomas Koperna. Seitens der Ärzte sei es nicht nachvollziehbar, dass ein Fehler passiert wäre. Koperna: "Es waren zwei hoch spezialisierte Kinderanästhesisten bei der Narkose-Einleitung anwesend, und die Anästhesie ist aus unserer Sicht lege artis (nach den Regeln der Kunst) durchgeführt worden."

Der aus Villach stammende Vater des Buben hat den tragischen Vorfall ebenso wie das Krankenhaus selbst angezeigt. Die Obduktion wird in Graz durchgeführt, ein Ergebnis stand am Mittwoch noch aus. Leistenbruch-Operationen bei Kleinkindern gelten als Routineeingriffe. Ein Bruch sollte immer rechtzeitig operiert werden, da die Gefahr einer Einklemmung mit Absterben von Darmteilen besteht.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.



Kostenlose Spiele