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Grapsch-Vorwürfe gegen Politiker in Grönland

Ausland
16.01.2008 13:32
Der Präsident des grönländischen Parlaments, Jonathan Motzfeldt, hat nach Vorwürfen, er habe eine Mitarbeiterin sexuell belästigt, sein Amt zurückgelegt. Motzfeld betonte bei der Bekanntgabe seines Rücktritts am Donnerstag gleichzeitig, er habe ein reines Gewissen. Er trete zurück, um das Ansehen Grönlands im Ausland und jenes seiner Partei, der sozialdemokratischen Siumut, nicht zu beschädigen.

Eine weibliche Mitarbeiterin hatte den 69-jährigen Politiker vor einigen Tagen angezeigt, weil er sie bei einem Besuch in seinem Heim sexuell belästigt haben soll. Die grönländische Polizei wies die Anzeige zurück. Nun muss sich die dänische Justiz mit dem Fall befassen.

Motzfeldt ist einer der erfahrensten Politiker Grönlands und war in der Vergangenheit mehrmals Regierungschef der autonomen, zu Dänemark gehörenden Polarinsel. Am kommenden Freitag soll in der grönländischen Hauptstadt Nuuk ein neues Parlamentspräsidium gewählt werden. Motzfeldt, der im Zivilberuf Priester ist, will seinen Platz als einfacher Abgeordneter behalten.

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