Untersuchung
Musharraf für die Exhumierung Bhuttos
Die genaue Todesursache der Oppositionspolitikerin ist bisher zwischen der Regierung und Bhuttos Pakistanischer Volkspartei PPP umstritten. Während die Regierung erklärt, Bhutto sei bei dem Anschlag mit ihrem Kopf gegen das Autodach geschlagen, bezeugen PPP-Vertreter, dass sie von einer Kugel am Kopf getroffen wurde. Erst anschließend habe der Attentäter die Explosion ausgelöst.
„Nichts Unrechtes passiert“
Musharraf hatte in dem Streit bereits vor einer Woche Entgegenkommen signalisiert und den Kopfschuss als eine „mögliche“ Todesursache bezeichnet. Einer Exhumierung der Leiche Bhuttos wolle er nun aber nur zustimmen, wenn die Familie der Oppositionspolitikerin damit einverstanden sei. Mit einer solchen Zustimmung rechnet Musharraf jedoch nicht. „Sie wissen, dass es eine Tatsache ist, dass nichts Unrechtes passiert ist“, sagte er der „Newsweek“. Die Opposition wolle nur einen politischen Vorteil aus dem Tod Bhuttos schlagen.
Bhuttos Witwer Asif Ali Zardari sowie ihr Sohn Bilawal Zardari hatten eine Untersuchung von Bhuttos Tod durch die Vereinten Nationen nach dem Vorbild der UN-Ermittlungen zum Mord an dem früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri gefordert. Dies lehnt Musharraf jedoch ab. Die pakistanischen Behörden würden die Ermittlungen führen und dabei von Fachleuten der britischen Kriminalpolizei unterstützt, erklärte er.



Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.