Rotlichtszene-Spur

Maddie vergewaltigt, getötet und in See versenkt?

Ausland
13.01.2008 14:46
Kaum eine Woche vergeht ohne neue Meldungen über die verschwundene Madeleine McCann. Die jüngste lässt einem die Schauer über den Rücken laufen. Ein portugiesischer Anwalt behauptet, Insider aus dem Rotlichtmilieu hätten ihn zwei Tage nach dem Verschwinden des Kindes aufgesucht und ihm berichtet, was wirklich mit Maddie geschehen sei: Sie sei vergewaltigt, getötet und dann im See versenkt worden.

Marcos Aragao Correiro, so der Name des Anwalts, stellte seine Behauptung gegenüber der britischen Zeitung „Daily Mail“ auf. Er sagt, dass Kind sei entführt, vergewaltig und getötet worden. Ihre Leiche sei in dem 64 Kilometer von der Ferienanlage entfernten kleinen See Silves versenkt worden.

Polizei ignorierte Hinweise
Der Anwalt, der seine Informanten aus dem Rotlichtmilieu geheim hält, sagt, dass er sein Wissen der Polizei gemeldet hätte. Diese seine Hinweise aber ignoriert habe.

Auch die von Maddies Eltern beauftragte Detektei „Metodo 3“ hat eine Spur zu dem See gefunden. Eine Frau, die der Freundin des ersten Verdächtigen Robert Murat sehr ähnlich gesehen haben soll, wurde von Zeugen gesehen, wie sie am 5. Mai einem Mann ein kleines Mädchen übergab.

Ermittlungen sollen drei Monate verlängert werden
Unterdessen hat die portugiesische Staatsanwaltschaft eine Verlängerung des Ermittlungsverfahrens um drei Monate beantragt. Als Begründung wurde die "außerordentliche Komplexität" des Falles genannt, wie die Presse am Samstag berichtete.

Stichtag 14. Jänner
Hintergrund ist, dass nach portugiesischem Recht ein Ermittlungsverfahren nach acht Monaten eingestellt werden muss, wenn bis dahin keine konkreten Ergebnisse vorliegen oder Anklage erhoben worden ist. Als Stichtag galt in diesem Fall der 14. Jänner, weil genau acht Monate vorher der Brite Robert Murat als erster Verdächtiger benannt worden war.

Polizei geht von Unfall aus
Die portugiesische Polizei geht nach wie vor davon aus, dass das vierjährige britische Mädchen am 3. Mai 2007 in einer Ferienwohnung an der Algarve-Küste durch einen Unfall zu Tode kam und die Eltern die Leiche versteckten. Kate und Gerry McCann, die als Verdächtige gelten, halten dagegen daran fest, dass ihre Tochter entführt wurde und noch lebt. Zugleich streiten sie jede Verwicklung in den Fall ab. Auch Murat, der in der Nähe der Ferienanlage wohnt, beteuert seine Schuldlosigkeit.

Durch die Fortsetzung des Ermittlungsverfahrens wird auch die Informationssperre in dem Fall aufrechterhalten. Sämtliche Ermittlungsberichte bleiben somit unter Verschluss und können nicht von den Anwälten der Verdächtigen eingesehen werden.

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