"Nebenjob"
Tony Blair wird Bank-Berater an der Wall Street
"Ich war schon immer an dem Einfluss der Geschäftswelt auf die Globalisierung interessiert", sagte Blair der Zeitung. JP-Morgan-Chef Jamie Dimon betonte, Blair sei "extrem wertvoll" für das Unternehmen. "Es gibt nur wenige Leute auf der Welt, die Blairs Wissen und Beziehungen haben." Er habe sich mit Blair auf Anhieb "super verstanden", so Dimon. Sie beide wollten "die Welt zu einem besseren Ort machen und ein bisschen Spaß dabei haben".
500.000 Dollar für Vortrag in China
Blair wird den Banken-Job voraussichtlich neben seiner politischen Rolle im Nahen Osten und Vortragsreihen erfüllen. Der Labour-Politiker hatte erst kürzlich für Schlagzeilen gesorgt, nachdem er allein für einen Vortrag in China 500.000 Dollar erhalten haben soll. Das Geschäft mit JP Morgan hat nach Zeitungsangaben der US-Anwalt Robert Barnett ausgehandelt, der schon für Blairs Memoiren fünf Millionen Pfund - rund 6,68 Millionen Euro - herausgeschlagen haben soll.
Spekuliert wird, dass der Ex-Premier unter anderem auch für Jobs bei der britischen Großbank HSBC und dem US-Institut Citigroup im Gespräch ist. Zudem zirkulieren Gerüchte, wonach Blair der erste Präsident der EU werden soll. Blair ist nicht der erste britische Regierungschef, der in die lukrative Wirtschaftswelt wechselt, obwohl Labour-Politiker es stets vermieden hatten. John Major, einer von Blairs konservativen Vorgängern, wurde zum Beispiel Berater beim US-Finanzinvestor Carlyle.



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