09.01.2008 14:40 |

Tribunal im Irak

Zeugen schildern grauenhafte Massaker im Irak

Vor dem irakischen Sondertribunal für die Verbrechen von Militärkommandeuren des Regimes von Ex-Präsident Saddam Hussein sind am Dienstagabend schreckliche Details über Massentötungen ans Tageslicht gekommen. Ein Zeuge berichtet unter anderem, wie Soldaten während des Schiiten-Aufstandes von 1991 Frauen und Kinder auf grausame Weise ertränkt haben.

Der Zeuge, der damals 15 Jahre alt war, hatte mit ansehen müssen, wie den Zivilisten die Hände gefesselt wurden. Anschließend haben sie die Soldaten unter Aufsicht der Kommandeure in große Säcke gesteckt und in einen Fluss geworfen, um sie zu ertränken.

Einer Frau, die einen Säugling auf dem Arm getragen habe, hätten die Soldaten das Baby auf die Brust gebunden, bevor sie beide zusammen in einen Sack gesteckt und in den Fluss geworfen hätten.

15 ehemalige Kommandeure angeklagt
In dem Verfahren wegen der blutigen Niederschlagung des Aufstandes im Süden des Irak sind 15 ehemalige Armeekommandeure und Militärbeamte angeklagt, darunter auch Saddams einstiger Privatsekretär, Abdul Hamid al-Naziri. Der Prozess wird am kommenden Sonntag fortgesetzt.

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