Erneut Spannungen

Drei US-Schiffe von iranischen Booten bedroht

Ausland
08.01.2008 09:28
Der Ton zwischen den USA und Iran verschärft sich wieder: Das US-Verteidigungsministerium behauptet, drei amerikanisches Marineschiffe seien durch fünf iranische Schnellboote der Revolutionsgarden im Persischen Golf bedroht worden. „Es ist verwunderlich, dass fünf kleine iranische Boote drei US-Kriegsschiffen in internationalen Gewässern gegenübertreten können“, sagte Pentagon-Sprecher Geoff Morrell am Montag. Solche Aktionen seien gefährlich und könnten schnell eskalieren.

Dagegen hatte Teheran jegliche Provokation von amerikanischen Marineschiffen im Persischen Golf vehement dementiert. „Die Marine der Revolutionsgarden hat weder amerikanische Marineschiffe in der Straße (von Hormuz) angegriffen noch provoziert“, sagte ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarden dem Nachrichtensender Al-Alam. Laut US-Medienberichten ereignete sich der Vorfall bereits am vergangenen Samstag. Die US-Marineschiffe wurden demnach von Booten der Revolutionsgarden „belästigt und extrem provoziert“.

Beschwichtigungen durch Iran
Der Sprecher des iranischen Außenamts Mohammad Ali Hosseini, bezeichnete den Vorfall als „völlig normal“. Ähnliches sei „schon öfters“ am Persischen Golf passiert, sagte Hosseini der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA. Sobald sich beide Seiten identifiziert hatten, sei das Problem auch beigelegt worden.

Dagegen berichtete der US-Fernsehsender unter Berufung auf US-Militärs von „bedrohlichen Bewegungen“ der fünf iranischen Boote: Sie hätten sich den drei Marineschiffen mit hohem Tempo sehr stark genähert, in einem Fall bis auf eine Entfernung von nur etwa 180 Metern. Weiteren Medienberichten zufolge waren die US-Schiffe sogar zu Ausweichmanövern gezwungen. Zudem hätten die Iraner Funksprüche mit Drohungen ausgesendet, hieß es bei CNN.

„Schwerste Provokation seit Jahren“
CNN zitierte einen Militärvertreter mit den Worten, es sei die schwerste Provokation auf See seit Jahren. Das Weiße Haus forderte von Teheran Zurückhaltung. „Wir rufen die Iraner dazu auf, von solchen Provokationen Abstand zu nehmen, die zu einem gefährlichen Vorfall in der Zukunft führen könnten“, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Gordon Johndroe.

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