08.01.2008 17:14 |

Tödliche Kälte

65 Kältetote in Südosteuropa

Klirrende Kälte herrscht derzeit in Südosteuropa, und sie fordert immer mehr Menschenleben. Allein in der rumänischen Hauptstadt Bukarest fielen in den vergangenen vier Wochen 58 Personen den extrem niedrigen Temperaturen zum Opfer. In den meisten Fällen handelte es sich um Obdachlose. Auch in Bulgarien starben sieben Menschen aufgrund der Kälte, hier sanken die Temperaturen auf bis zu minus 31,6 Grad.

38 Menschen sind in Rumänien in diesem Winter bereits erfroren, in weiteren 20 Fällen hat die klirrende Kälte entscheidend zum Tod beigetragen, berichtet die Online-Zeitung "Zona Romania". Die Leichen wurden vorwiegend in Ufernähe der Dambovita gefunden. In Rumänien folgte nach heftigen Schneefällen extremer Frost: 27 Grad unter Null zeigte das Thermometer Samstag Früh im zentralrumänischen Karpaten-Ort Miercurea Ciuc an. In der normalerweise wärmeren südrumänischen Tiefebene, bei Zimnicea an der Donau, war es minus 23 Grad kalt. Der Schnee behinderte den Verkehr auf einigen Fernstraßen.

Bulgarien
Eine 46 Jahre alte Frau wird seit Donnerstag im Raum Nowi Pasar im Nordosten Bulgariens vermisst. Sie hatte bei eisiger Kälte ihr Dorf zu Fuß erreichen wollen. Bergpässe konnten am Samstag nur mit Schneeketten passiert werden. Wegen des starken Windes blieb der Flughafen der Schwarzmeerstadt Warna geschlossen. Eisenbahnzüge hatten Verspätungen von mehreren Stunden. Die Behörden verlängerten in den Krisengebieten die Winterferien um mehrere Tage. Offiziellen Angaben zufolge waren 40 Orte in Bulgarien ohne Strom und drei ohne Leitungswasser.

Rettungskräfte konnten erst am Samstag mit Hilfe der Armee den Schnee auf dem Weg zu einer Berghütte im Balkan-Gebirge räumen. 70 Touristen - unter ihnen 20 Kinder - konnten das Haus verlassen, wo sie Silvester gefeiert hatten. Die Menschen waren per Hubschrauber mit Lebensmitteln versorgt worden.

Weitgehend normalisiert hat sich dagegen die Lage in Griechenland: Hier lagen die Temperaturen wieder über dem Gefrierpunkt.

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