Obduktionsergebnis

16-Jährige starb an “Schädelzertrümmerung”

Österreich
13.02.2008 19:50
Im Fall jener 16-jährigen Vorarlbergerin, die Anfang Jänner im Bezirk Feldkirch Opfer eines Gewaltverbrechens wurde, liegt nun das endgültige Obduktionsergebnis vor. Laut dem gerichtsmedizinischen Gutachten waren die schweren Kopfverletzungen des Mädchens – eine sogenannte „Schädelzertrümmerung“ - tatsächlich die Todesursache, informierte der Feldkircher Staatsanwalt Heinz Rusch am Mittwoch. Das sei laut dem Sachverständigen durchaus mit einem einmaligen Schlag mit einer Pfanne in Einklang zu bringen, so Rusch.

Der mutmaßliche Täter, ein 20-jähriger Koch, hatte bei seiner Einvernahme angegeben, das Mädchen im Zuge eines Streits mit einer Pfanne auf den Kopf geschlagen zu haben. Laut seinen Angaben lebte das Mädchen noch, als er das Haus verließ. Zum Zeitpunkt des Todes, der in der Nacht auf den 4. Jänner eingetreten sein soll, fänden sich in dem Bericht nur sehr wage Angaben, erklärte Rusch.

Tat-Rekonstruktion beantragt
Die Staatsanwaltschaft habe eine Tat-Rekonstruktion beantragt. Welche weiteren Untersuchungen notwendig seien und wie lange das Verfahren noch dauern werde, sei noch offen. Daher gebe es auch noch keine Entscheidung bezüglich einer Anklageerhebung, informierte der Staatsanwalt.

Das Mädchen wurde am Abend des 4. Jänner 2008 in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Koblach tot aufgefunden. Eine Nachbarin, die nach dem Rechten sehen wollte, entdeckte die Leiche der 16-Jährigen. Die Eltern der Jugendlichen weilten zu diesem Zeitpunkt auf Heimaturlaub in Serbien.

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