14.12.2007 22:04 |

Stark gestiegen

Inflation in Österreich bei 3,1 Prozent

Die Inflation in Österreich erreicht immer höhere Werte: Im November betrug sie 3,1 Prozent, wie die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg berichtete. Die Teuerung ist damit auf dem höchsten Stand seit sechs Jahren. Österreichs Notenbank-Gouverneur Klaus Liebscher zeigt sich besorgt.

Laut Eurostat betrug die Jahresinflation zuletzt im Mai 2001 3,1 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Rate in der Euro-Zone 1,9 Prozent, in der EU 2,1 Prozent.

Notenbank-Gouverneur Liebscher besorgt
„Also ich bin besorgt.“ So der Kommentar von Österreichs Notenbank-Gouverneur EZB-Ratsmitglied Klaus Liebscher zum Preisauftrieb zum Ende dieses Jahres. „Das ist schon eine bedenkliche Entwicklung, die mir absolut Sorge bereitet“, sagte Liebscher am Freitag im Klub der Wirtschaftspublizisten. Sein Appell richte sich nun an Unternehmen, Gewerkschaften und Öffentliche Hand. Sie müssten sich ihrer Verantwortung bewusst sein und sollten nicht zusätzlich für Preisauftriebe sorgen. Hauptverursacher des Preisauftriebs waren zuletzt wieder Energie, Nahrungsmittel, aber auch Gebühren.

Lebensmittel als Preistreiber in Österreich
Vor allem die Lebensmittel verteuerten sich in Österreich besonders stark: Deren Preise stiegen im November um 6,6 Prozent. Die Preisanstiege in der Gruppe „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ verursachen damit rund ein Viertel der gesamten Jahresinflation. Wie in den vergangenen Monaten zählten auch diesmal Molkereiprodukte und Eier mit 15,3 Prozent Teuerung zu den Hauptverursachern der rasanten Geldentwertung im Sektor Ernährung. Brot- und Getreideerzeugnisse  verteuerten sich um 7,8 Prozent.

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