Bei ihrem zweiten Ausflug in die Gefilde des Jazz, Soul und Rhythm'n'Blues wagt sich Latifah an musikalisches Material, das auch schon legendäre Sängerinnen wie Peggy Lee, Sarah Vaughn oder Roberta Flack interpretierten. Ob bestens bekannte Klassiker oder lange Zeit verschollene Perlen: Mit ihrer warmen und sanften Stimme verleiht die Königin den Songs neuen Glanz.
Unterstützt wird sie dabei von hochkarätigen Musikern wie etwa den beiden Pianisten George Duke und Joe Sample, Diana-Krall-Gitarrist Anthony Wilson und vor allem Soul-Legende Stevie Wonder, der für "Georgia Rose" den verträumt-melancholischen Mundharmonika-Part beisteuerte. Mit Tommy LiPuma und Ron Fair finden sich schließlich hinter den Reglern noch zwei prominente Produzenten ein, die unter anderem bereits für Nat King Cole, Barbra Streisand, Christina Aguilera oder Mary J. Blige arbeiteten.
Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall hören lassen: Auf insgesamt zwölf Songs spannt Queen Latifah mühelos den Bogen zwischen herzzerreißendem Blues ("Don't Cry Baby"), fetzigem Big-Band-Jazz (I'm Gonna Live Till I Die"), kuscheligem Soul ("I'm Not In Love"), Gospel ("I Know Where I've Been") und sogar Funk ("How Long").
"Trav'lin Light" ist somit ein ebenso abwechslungsreiches wie entspannendes Album geworden, dass man zwar nicht unbedingt haben muss, aber definitiv vermissen wird, wenn man es erst einmal gehört hat.
Fazit: 8 von 10 königlichen Punkten
Sebastian Räuchle









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.