Aufgrund von Zeugenaussagen konnten das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung drei Kurden identifizieren, die am 19. Oktober 2007 in der Grazer Herrengasse während einer Demonstration auf die unbeteiligten Passanten losgegangen waren.
Der Vorfall ereignete sich, als rund 80 Personen gegen die inhumanen Haftbedingungen des PKK-Chefs Abdullah Öcalan demonstrierten. Fünf Demonstranten hatten sich von der Gruppe gelöst und stürmten auf eine 21-jährige in Graz wohnhafte Türkin zu. Sie stießen ihren Begleiter und eine Zeugin, FPÖ Stadtparteiobfrau Susanne Winter, zur Seite und umkreisten die 21-Jährige.
Ein 39-jähriger Kurde aus Graz bedrohte die junge Frau, zwei weitere Männer, 16 und 19 Jahre alt, sollen die Türkin mit Schlägen im Gesicht und gegen die Beine versetzt haben. Als der 26-Jährige versuchte, seiner Freundin zu helfen, wurde auch er mit Tritten und Schlägen attackiert. Schließlich konnte sich das Paar in ein Geschäft retten.
FPÖ-Stadtparteiobfrau Susanne Winter hatte nach dem Vorfall mitgeteilt, dass sie tätlich angegriffen worden sei. Nach Darstellung der Politikerin hätten sich fünf bis acht Personen aus dem Demonstrationszug gelöst und seien auf sie und ihre Gesprächspartner zugestürmt. Sie gab an, Prellungen erlitten zu haben, erstatte aber keine Anzeige.
Ausschlaggebend für die Tat dürfte eine falsch gedeutete Handbewegung des Opfers gegenüber ihrem Freund gewesen sein. Die junge Türkin wollte den 26-Jährigen über die Unterschiede eines türkischen und eines kurdischen Zeichens aufklären, das die Demonstranten verwendet haben sollen. Das dürften die mutmaßlichen Täter als Provokation aufgefasst haben. Das Trio leugnete die Vorwürfe und wurde angezeigt, nach weiteren Komplizen wird noch gefahndet.










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